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Anschreiben an die Stadt vom 01.09.2021

Nachfolgend ein Schreiben vom 01.09.2021 an die Stadt von Anwohner:innen des Kwartier Latäng, Rathenauviertels und Mauritiusviertels:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir sind Anwohner:innen der Viertel Kwartier Latäng, Rathenauviertel und Mauritiusviertel und sind derzeit von den Zuständen (Gewalt, Vermüllung, Ruhestörung, Vandalismus etc.) massiv betroffen. Die Zustände haben sich infolge der Corona-Pandemie massiv verschlechtert. 

 

Bereits aus der Presse bekannt sind folgende Probleme:

  • hohe Gewaltbereitschaft (bis hin zu Mord und Totschlag), sogar Gastronomen benötigen Sicherheitsdienste bzw. schließen früher als bisher
  • starke Lärmbelästigungen bis in die späten Morgenstunden, die Ruhe und Schlaf unmöglich machen (selbst Kinder wachen erschreckt auf)
  • Vermüllung ungeahnten Ausmaßes, inklusive eines allmorgendlichen "Scherbenmeers auf der Zülpicher Straße" (O-Ton der Polizei)
  • Erbrochenes und Urin in den gesamten Straßen inklusive Hauseingängen sind vor allem in Zeiten einer Pandemie untragbar
  • die Sicherheit unserer Kinder und Teenies ist nicht mehr gewährleistet

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die derzeitige Situation die Lebensqualität massiv einschränkt und die o. g. Punkte eine psychische und körperliche Belastung für tausende Anwohner:innen darstellen. Profiteure der derzeitigen Situation sind lediglich vereinzelte Kioskbesitzer:innen, wohingegen alteingesessene Gastronomen:innen (siehe Quellenangabe), das überforderte (an Wochenenden nicht zu erreichende) Ordnungsamt und Polizei sowie die Anwohner massiv unter den Gegebenheiten leiden.

 

Maßnahmen, die aus unserer Sicht zu einer Verbesserung der Lage beitragen würden, wären folgende:

  • Verbot des Alkoholverkaufs am Wochenende ab 22 Uhr
  • umfangreiches Glasflaschenverbot
  • verstärkte Polizeipräsenz auch in den Nebenstraßen des Zülpicher Platzes
  • Verweilverbot vor den Kiosken am Zülpicher Platz
  • Kritische Prüfung des Beschlusses zur erweiterten Außengastronomie bis Dezember 2022

Teile der o.g. Punkte wurden bereits zur Entschärfung der Probleme am Brüsseler Platz durchgesetzt. Eine Lösung ist folglich möglich.

 

An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass die meisten von uns -wir, das sind Familien, Singles, Studenten:innen, Eigentümer:innen und Mieter:innen- seit vielen vielen Jahren unheimlich gern in diesen Vierteln leben. Dass viele von uns nun Fluchtgedanken hegen und über juristische Wege nachdenken, ist nur Ausdruck unserer verzweifelten Lage. Wir bitten Sie dringlichst zu handeln und eine Entschärfung der Lage durchzusetzen.

 

Folgende Quellen und Angaben untermauern die von uns skizzierten Zustände:

 

Wir bitten um Weiterleitung dieses Schreibens an die Bezirksvertreter:innen und die dafür Verantwortlichen der Stadt Köln.

 

Mit freundlichen Grüßen

die Anwohner:innen der Viertel Kwartier Latäng, Rathenauviertel und Mauritiusviertel